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Liebe Mitglieder, Gönnerinnen und Gönner 

Schon wieder ist ein Vereinsjahr vorbei, das uns viel Erfreuliches gebracht, über alles in den gewohnten Bahnen verlaufen ist und von drei Schwerpunkten geprägt war: dem Besuch unserer Projektleiterin in Indien, der Mutation im Vorstand und den Besuchen aus Indien bei uns.

Reise zu den Projekten in Tamil Nadu

Im Januar 2018 reiste Erika Thurnherr mit ihrer Freundin Denise Dupont nach Indien und traf sich mit den Projektverantwortlichen vor Ort. Diese Kontakte sind sehr wertvoll und werden von allen geschätzt. Im Folgenden erhalten Sie eine kurze Zusammenfassung zu den einzelnen Projekten. An der Hauptversammlung erfahren Sie mehr darüber und Erika wird Ihnen auch Bilder dazu zeigen.

 

PURA (People’s Uplifting in Rural Areas)

Seit der Gründung dieses Waisenhauses 1993 haben schon mehr als 275 Mädchen hier ein Zuhause gefunden. Für alle wird liebevoll gesorgt, sie werden in öffentlichen Schulen unterrichtet und können die obligatorischen Schuljahre (12 Standards) abschliessen. Danach dürfen die jungen Frauen eine Anlehre oder seit ein paar Jahren mit Unterstützung von NANDRI-Hilfe für Südindienauch verschiedene Berufe mit 2- bis 3-jähriger Ausbildung erlernen. Bis jetzt haben 21 Frauen ihr Diplom erhalten und alle haben eine Anstellung gefunden. So verdienen diese ehemals benachteiligten Mädchen ihr eigenes Geld und können ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten. 

2017 wurde die Gegend von Nagercoil von einem schweren Zyklon heimgesucht. Vor allem viele Eingeborene, die weit abgelegen wohnen, haben ihre Ernten verloren und ihre Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt. Erika und Denise haben sich ein Bild vor Ort gemacht und unser Verein hat mit einer Sofortspende für einige die grösste Not lindern können. 

 

RUADT (Rural Area Development Trust)

Die Kinder im Primarschulalter erhalten hier Unterricht. Auch wenn die Klassen unserem Verständnis nach eher gross sind, wird mit Einfühlungsvermögen versucht, die Buben und Mädchen ihren Fähigkeiten entsprechen zu schulen. Zudem werden sie gezielt auf ihre Behinderung hin therapiert.  

Vor einem Jahr haben wir beim Projekt mit der Berufsausbildung unsere Bedenken angemeldet, ob die behinderten Jugendlichen nach einem Training in einem handwerklichen Bereich tatsächlich in einer Firma eine Stelle finden können. Erika hat sich überzeugen können, dass viele junge Männer bei einer Firma angestellt sind und dort arbeiten. Aus diesem Grund werden wir dieses Projekt weiterhin unterstützen. 

 

AHM-Trust

Seit kurzem erhält dieses Hilfswerk, das in vielen Bereichen wie medizinische Versorgung, Altenpflege, schulische Bildung u.a. tätig ist, eine Spende von NANDRI-Hilfe für Südindien.Dieses Geld kommt dem Lernzentrum für Kinder zugute, wo Kinder unterrichtet werden, die sonst keine Schulbildung geniessen könnten. Auch hier konnte sich unsere Projektverantwortliche auf ihrer Reise überzeugen, dass die Gabe voll und ganz den Schülern und Schülerinnen zugutekommt.  

RTU-Projekt und NANDRI-Hilfe für Südindien

Einige Gönnerinnen und Gönner unseres Vereins unterstützen auch die Kinderpatenschaft von RTU, die von Brother James gegründet wurde. Erika Thurnherr hat viele Jahre dieses Projekt administrativ verwaltet und jetzt an Martina Wirth weitergegeben. Damit auch für diese Patenschaften ein revidierter Abschluss vorgewiesen werden kann, sind die RTU-Kinderpatenschaften formell als Teilbereich in unsern Verein aufgenommen worden. Walter Gschwend und Ivo Halter fungieren als Revisoren. 

 

Chennai Mission

Unter dieser Leitung unterstützen wir einerseits in einer ländlichen Gegend Dalitkinder mit Schulgeld und andererseits in Vettavalam Studentinnen und Studenten, die zu Lerncoaches ausgebildet werden, damit sie in ihren abgelegenen Dörfern die Kinder in schulischen Belangen begleiten und ihnen beim Lernen helfen. 

Viele Jahre schon unterstützt NANDRI-Hilfe für Südindiendie Ongur Primary School auf dem Lande und hat ihr schon Brunnen, Toiletten, Schulbänke u.a. übergeben können. 

Der Wunsch nach einem Schulzimmer mit einem Klassensatz Computern mussten wir nach genauen Abklärungen allerdings ablehnen. Der technische Support ist an einem solchen Ort nicht gewährleistet. Zudem musste Erika beim letzten Besuch feststellen, dass der Brunnen reparaturbedürftig ist und auch die Toiletten wieder ausgebessert werden müssen. Die Ongur Primary School erhält erst wieder Unterstützung, wenn ein detaillierter Vorschlag zur Reparatur vorliegt und bei unserm nächsten Besuch die Instandstellung bestätigt werden kann.

 

Mutation im Vorstand

Vor drei Jahren ist Martina Wirth als Stellvertreterin Projektleitung in den Vorstand gewählt worden. Aus persönlichen Gründen möchte sie dieses Amt wieder abgeben, aber weiter im Vorstand mitarbeiten und die Administration Kinderpatenschaften führen. Wir schätzen es, dass Martina bei uns bleibt und dass wir für sie Jürgen Bader für die Stellvertretung Projektleitung gewinnen konnten. Wir heissen ihn ganz herzlich willkommen und freuen uns sehr auf die künftige Zusammenarbeit.  

 

Besuch aus Indien

Im April war Fr Dominic von der Chennai Mission zu Besuch bei Erika in Rapperswil. Fr Antony von RTU durften wir für einige Tage bei uns in St. Gallen beherbergen und Fr Francis von der Chennai Mission begrüssten wir im September. Und für den nächsten Februar haben sich Fr Maria Joe und Fr Francis bereits angekündigt. Wir freuen uns immer, wenn sich die indischen Freunde Zeit nehmen, uns zu besuchen. Sie verbinden das jeweils mit ihren Schulungen und Sitzungen, die sie in Europa haben. Es ist immer spannend, diese Verantwortlichen zu treffen, mit ihnen einige Zeit zu verbringen und in interessanten Gesprächen zu erfahren, was in Indien gut läuft und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben.  

Wir durften viel Schönes und Erfreuliches im letzten Jahr erfahren, sind aber traurig darüber, dass wir von einigen Vereinsmitgliedern Abschied nehmen mussten. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle unseren ehemaligen Präsens, Herrn Pfarrer Josef Wirth. Ihm und allen andern lag NANDI am Herzen und sie haben uns ideell und finanziell immer wieder unterstützt. Dafür danken wir ihnen von ganzem Herzen.

Allen Vorstandsmitgliedern ist es wichtig, in stetem Kontakt mit den Projektverantwortlichen in Indien zu sein, die Projekte seriös abzuklären und dann die Gelder zu sprechen. So können wir Ihnen garantieren, dass Ihre Spende bei denen ankommt, die Hilfe benötigen. Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen für ihre unermüdliche Arbeit während des ganzen Jahres und Ihnen, liebe Gönnerinnen und Gönner, spreche ich ein herzliches Vergelt’s Gott aus für alles, was Sie den bedürftigen Mitmenschen in Indien zukommen lassen.

 

Helen Straessle

Präsidentin