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Liebe Mitglieder, Gönnerinnen und Gönner

Sie halten den 15. Jahresbericht in den Händen und ich freue mich, dass ich Ihnen wieder das Neuste aus diesem Jahr mitteilen darf. Es war für unseren Verein ein erfreuliches 2016/2017, weil Sie uns die Treue gehalten haben und wir unsere Projekte in Tamil Nadu somit weiterhin unterstützen konnten. Dafür sind Ihnen der Vorstand sowie die Projektverantwortlichen in Indien von Herzen dankbar.

Auch wenn wir im letzten Vereinsjahr Indien nicht besucht haben, standen wir doch in regem Kontakt mit unseren Partnern und Partnerinnen. E-Mails, WhatsApp, Telefone und immer noch die Briefpost für umfangreichere Berichte sind dafür geschätzte Kontaktmittel. Zwei Besucher aus Indien haben uns dieses Jahr direkt auf dem Laufenden gehalten. So weilte Anfang Mai Fr Paul Fernandes während vier Tagen bei uns und neben dem Sightseeing fanden auch spannende Gespräche statt. Mitte Mai besuchte uns Fr Dominic. Wir konnten uns intensiv mit unseren Projekten auseinandersetzen, wobei das gemütliche Beisammensein aber auch nicht zu kurz kam. Wir schätzen diese Begegnungen sehr und sie vertiefen die Freundschaft. Weitere Besuche bei uns sind bereits angekündigt, worauf wir uns sehr freuen.

Am 24. Oktober 2016 fand unsere letzte Hauptversammlung statt und wir durften mit Freude feststellen, dass 48 Mitglieder daran teilgenommen haben. Das zeigt uns, dass Ihnen NANDRI-Hilfe für Südindien am Herzen liegt und Sie den benachteiligten Kindern und Jugendlichen auf dem Subkontinent Ihre Unterstützung zukommen lassen möchten. Spontane und unentgeltliche Hilfe erfahren wir auch jedes Jahr beim Apero, dem Unterhaltungsteil und der Saalbenutzung. Ihre Solidarität für die Projekte in Indien – in welcher Form auch immer – spornt uns in unserer Arbeit im Vorstand an.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat sich der Vorstand zu drei Sitzungen getroffen und meinen Kolleginnen und Kollegen sowie den Revisoren gehört an dieser Stelle ein grosser Dank für ihren unermüdlichen Einsatz. Man sieht es nicht, aber hinter all dem, was sie für den Verein leisten, steckt sehr viel Arbeit.

Wohin Ihre Spende fliesst

Die Dalit-Kinder der Ongur Primary School unter Leitung der CHENNAI MISSION konnten wir dieses Jahr mit ein paar Schulcomputern und einem Generator unterstützen. Es scheint auf den ersten Blick eine überflüssige Hilfe, aber in der heutigen Zeit haben junge Leute ohne Computerkenntnisse auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance; deshalb ist es sinnvoll, sie auch in neuen Technologien auszubilden. Weiteren 14 Dalitkindern unter der Obhut von Father Augustin bezahlten wir das Schulgeld, damit Sie zum Unterricht gehen können. Und in Vettavalam ermöglichte NANDRI unter der Leitung von Fr. Maria Joe Jugendlichen aus abgelegenen Dörfern den Collegebesuch, wofür sie aber auch ihren eigenen Beitrag leisten müssen.

In der ländlichen Gegend von Theni unterstützt unser Verein RUADT, wo viele körperlich und geistig behinderte Kinder therapiert und schulisch gefördert werden. In einem weiteren Projekt lassen wir behinderten Jugendlichen Spenden zukommen, damit sie eine Vor-Berufsausbildung machen können, um eine Stelle auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Ob dieses Ziel erreicht wird, klärt Erika Thurnherr auf ihrer nächsten Reise nach Indien im Januar 2018 ab.

Schon seit vielen Jahren überweisen wir PURA, dem Waisenhaus für Mädchen, Spendengelder für den täglichen Unterhalt. Zudem unterstützen wir einige junge Frauen aus dem Heim nach dem obligatorischen Schulbesuch in der Berufsausbildung. Die ersten haben ihre Lehre abgeschlossen und verdienen jetzt ihr eigenes Geld.

Besondere Zuwendungen

Einige Spenden sind von Geburtstagsfesten und Trauerfällen zusammengekommen. Aus diesem Grund konnten wir spezielle Projekte einmalig unterstützen.

AHM-Trust erhielt eine Spende, damit Kinder die Schule besuchen können. PURA hat sich für die Computerschulung neue PCs anschaffen dürfen und die behinderte Selvi erhielt ein Startkapital, um einen kleinen Laden zu eröffnen. CHENNAI MISSION war in der Lage, zusätzliche Sommerkurse für ihre Studenten in Vettavalam durchzuführen. Mit einem Beitrag für die Ausbildung von Lehrern und Lehrerinnen gingen Spendengelder auch ins MPSM-Projekt von Fr. Godfrey.

Was uns immer wieder sehr berührt, ist die Feststellung, dass viele Mitglieder ihre Freunde und Gäste bitten, keine Geburtstagsgeschenke zu kaufen oder auf eine Hochzeitsgabe zu verzichten und dafür NANDRI eine Spende zu überweisen. So sind zum Teil beträchtliche Beträge zusammengekommen. Das alte Motto des Fastenopfers «Wir teilen» kommt hier voll und ganz zum Zug und zeigt die Solidarität mit den Armen. Dafür danken wir allen grosszügigen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich.

Mit all dem Erfreulichen, das wir 2016/2017 erfahren durften, starten wir zuversichtlich ins neue Vereinsjahr und hoffen sehr, dass Sie uns auf diesem Weg weiterhin begleiten. Wir freuen uns sehr, wenn Sie an der Hauptversammlung teilnehmen können und Sie mit uns einen schönen und gemütlichen Abend verbringen.

Helen Straessle
Präsidentin